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29. Januar 2023

Topping voll mit Mineralstoffen und Vitaminen

Diese Topping habe ich für meinen Sohn gemacht, der sich seit Neuesten vorwiegend vegan ernährt. Ich benutze für dieses Topping nur beste Bio Zutaten, damit der "gesund" Effekt auch voll wirken kann. Wir streuen das Topping auf Nudeln (statt Parmesan, schmeckt natürlich anders), auf Magerine aufs Brot, über Salat, über Dips.

Zutaten:

8 Paranusskerne

2 EL Leinsamen

2 EL Sesam

3 EL Nori Algenflocken 

2,5 EL Hefeflocken

1,5 EL Haferflocken

zu tun:

  • alles im Blitzhacker fein hacken und anschließend in ein dunkles ca. 250g fassendes Glas abfüllen.An einem dunklen kühlen Ort hält sich das Topping ca. 2 Wochen. 

1 EL davon deckt fast die Hälfte des täglichen Selenbedarfes und enthält durch die Algen fast ein Achtel des täglichen Jodbedarfes. Ansonsten enthält das Topping Eisen, Magnesium, B-Vitamine und Kalzium.



8. Dezember 2013

Ernährung ohne tierische Eiweisse - ein Selbtsversuch Teil 2

Seit dem 1. Februar diesen Jahres ernähre ich mich vorwiegend ohne tierische Eiweisse und vollwertig.
Zu meiner Motivation zu diesem – für mich am Anfang beängstigenden Projekt – hier nochmal der Link zum ersten Teil meines Selbstversuches: Ernährung bei Allergien - Ein Selbstversuch Teil 1

Ursprünglich hatte ich mir „nur“ vorgenommen bis nach meiner Heuschnupfenzeit tierische Eiweisse weg zu lassen. Inzwischen ist mir aber die -weitgehend- tierische eiweissfreie Ernährung sehr selbstverständlich geworden und werde sie weiter leben.

Was ich esse:
Frische Lebensmittel, die ich selber verarbeite.
Dabei kaufe ich möglichst viel vom Markt und möglichst viel in Bioqualität.

Ich esse mich satt! 
Ich esse viel Gemüse, nahezu täglich etwas mit Hülsenfrüchten, kombiniert mit Getreide, Nüsse. Selten esse ich mehr als 3 Malzeiten, das letzte Mal gegen 18.30 das gemeinsame Abendessen mit unserer Tochter Anna bevor sie schlafen geht.

Wenn ich irgendwo zu besuch bin oder es organisatorisch zu kompliziert bis unhöflich wird, dann esse ich auch Fleisch. Selten, bereite ich mir selber Fleisch zu oder esse etwas spanische Salami (die ich einfach total liebe!). Mit selten meine ich, dass ich im Schnitt 1-2x pro Monat Fleisch in kleiner Menge (<150g) konsumiere.

Milchprodukte esse ich nicht.

Nach meiner „Heuschnupfendiätphase“ esse ich 1 Ei pro Woche (demeter Qualität), keine versteckten Eier (Nudeln, Gebäck).

Ich vermeide Zucker, versuche keinerlei Zuckeraustauschstoffe (insebesondere Glukosesirup u.ä.) zu mir zu nehmen. Ich esse Honig.

Das hat sich seit Februar verändert:
Mein Heuschnupfen dieses Jahr war ein Witz! 
Ich habe nur ca. 10x einfaches Heuschnupfen-Nasenspray benutzt und konnte draussen sein, wann immer ich wollte!

Infekte (insbesondere Erkältungsinfekte) sind seltener und klingen deutlich schneller ab und sind mit viel, viel weniger Verschleimung verbunden.

Ich habe insgesamt 7 Kilo ohne Fasten abgenommen, dabei eine Kleidergröße weniger. Das macht mich beileibe noch nicht zum Hungerhaken und habe immernoch genügend Fettreserven, um gesund und belastbar zu sein. Das ist mir wichtig.
Durch das Training habe ich gleichzeitig eher Muskelmasse auf- als abgebaut. Das ist mir ebenfalls sehr wichtig.

Insgesamt bin ich wacher, ausdauernder, belastbarer.
Ich fühle mich wohler in meinem Körper als vorher und erkenne besser dessen Bedürfnisse.

Nach wie vor habe ich grundsätzlich nichts gegen „Tiere essen“, aber das Problem was ich mit der gezielten Haltung von Tieren zum essen (und Massentierhaltung sowieso), Schreddern von männlichen Küken, Gigaschlachthöfen und der gesammelten Tierproduktverarbeitung habe, ist noch viel, viel größer geworden und macht es mir schwer unbefangen tierische Produkte zu konsumieren, wenn ich nicht haargenau weiß (und vertretbar finde) wo es herkommt und wo es getötet und verarbeitet wurde.

Und zu natürlich: Ich habe unglaublich viele neue Rezepte kennen gelernt, tolle Zubereitungsarten entdeckt! 

Meine Lieblingsessen:
Falafel und Hummus!!!!! mit viel Salat in Tortilla Taschen gerollt. Das geht immer!
Linsensuppen (Mercimek und "deutsche" Linsensuppe)

Wer sich näher mit dem Thema Ernährung beschäftigen möchte, dem empfehle ich gerne ein paar Bücher. Dazu werde ich einen gesonderten Post machen.
Auch bei sonstigen Fragen zur Thematik, kontaktiere mich gerne unter: rebecca@xsxxl.de oder persönlich.

Rezepte, die ich mag, veröffentliche ich nach und nach auf meinem Blog www.rocknrollkitchen.de
Vielleicht kann dir das ein oder andere Rezept Inspiration sein. Über Feedback freue ich mich ebenfalls.

2. Juni 2013

Ernährung bei Allergien - ein Selbstversuch Teil 1

Ich leide seit der Pubertät an Allergien, die mit den Jahren sukzessive schlimmer geworden sind. Dementsprechend habe ich bereits vieles ausprobiert, um besonders in der Heuschnupfenzeit noch „lebensfähig“ zu bleiben.
Ich befasse mich seit ungefähr 10Jahren mit Ernährung und wie sie unser Wohlbefinden beeinflusst. Lange war ich in TCM (traditionelle chinesische Medizin) Behandlung mit Akupunktur, Kräutern und Ernährungsberatung. Bei der Umsetzung der Ernähungshinweise meines behandelnden Arztes war ich damals leider nicht so konsequent, wie dieser sich das gewünscht hat. So hat die Behandlung zwar große Erleichterung verschafft, aber in meinem Kopf hatte es noch nicht „klick“ gemacht und ich bin immer wieder in alte Muster zurück gefallen. Nach dem Umzug nach Münster habe ich mir hier noch keinen „Chinadoc“ gesucht.
Die Ernähungsempfehlungen bei Allergien, die ich in Köln von meinem alten Arzt bekommen habe, decken sich auf weiten Strecken, mit denen von Dr. Bruker.
Da die schulmedizinische Behandlungsweise meines Heuschnupfens wegen der Nebenwirkungen sehr unbefriedigend für mich ist, habe ich mich im Herbst dazu durchgerungen 2013 zu testen, ob ich nicht via Ernährung mir Erleichterung verschaffen kann und dann auch während der Heuschnupfenphase gut weiter trainieren kann.
Davon möchte ich hier berichten. 

Meine Allergien: 
Heuschnupfen: Spitzwegerich, Kornblumen, Roggen, weitere Gräser
Nahrungsmittel: Kürbis, Haselnüsse
Nahrungsunverträglichkeiten/-sensitivitäten: Milch, Lauch, Soja, Fertiggerichte
und sonst: Hausstaub, Katzenhaare, Hundehaare, Nickel, Kobald

bisherige schulmedizinische Behandlung: 
kortisonhaltige Inhaliersprays, bronchienerweiterende Inhaliersprays, kortisonhaltiges Nasenspray. Ferner habe ich die meisten Antihistaminika auf dem Markt getestet, deren Nebenwirkungen für mich indiskutabel sind. In schweren Jahren habe ich Kortisonspritzen bekommen.

Alternative Medizin: 
TCM: Akupunktur, Kräuterdekote, Lebensführungshinweise, Ernährungsberatung. Homoeopathie: konstitutionelle Kügelchentherapie (mache ich derzeit ebenfalls)

Das mache ich: 
Seit 1. Februar ernähre ich mich weitgehend konsequent volllwertig und vegan. Angefangen habe ich mit der 30-Tage-Fit for vegan-Challenge nach Attila Hildmann, seitdem lebe ich frei nach Rezepten überwiegend aus der Bruker-Vollwert-Lehre und der Mittelmeerraum Küche. Mir ist die Entscheidung und Umstellung nicht leicht gefallen. Ich hatte durchaus etwas „Bammel“ vor meiner Entscheidung, da ich befürchtet hatte, mir würden lauter leckere Gerichte fehlen. Ich war auch skeptisch, ob ich bei unserem Trainingspensum weiter optimal mit Nährstoffen versorgt wäre. Dementsprechend tüftel ich emsig an immer neuen Rezepten herum, damit mir kein Genuss fehlt, bei optimaler Ernährungslage auch bei intensiven Training. Bisher lässt sich das alles sehr gut an! Und das sind immerhin schon 4 Monate. 

Meine Hauptnahrungsmittel sind:
unglaubliche Mengen Gemüse, Hülsenfrüchte, Getreide, Nüsse, hochwertige Öle, viel frische Kräuter.

Die bisherigen Effekte: 
Trotz starkem Pollenflug: KEIN HEUSCHNUPFEN! Ich merke ein leichtes Jucken in Nase und Augen, manchmal muss ich Husten. Bisher nehme ich keine Medikamente!
Ich bin wacher und aktiver.
Ich habe keine verschleimten Atemwege mehr.
Ich habe 5kg abgenommen.
Ich habe weniger Hornhaut an den Füßen und überhaupt eine bessere Haut.
Ich komme morgens besser aus dem Bett.

Die ersten 3 Wochen waren hart. Jetzt wo sich die positiven Effekte einstellen, erscheint es mir als das natürlichste von der Welt mich weiter so zu ernähren. Und ich habe viele, viele tolle neue Rezepte kennen gelernt, die mich deftige Fleischküche und Rezepte mit Milchprodukten nicht vermissen lassen.

Jetzt war das Wetter bisher sehr nass und der Sommer noch lang, ich werde berichten, wie es mir weiter geht.

Am Herzen liegt mir: Ich habe nichts mit Dogmatismus am Hut! Wenn ich einen "Jeeper" auf etwas habe, dann esse ich es auch. Dann scheint der Körper sich aus, was für Gründen auch immer, das zu wünschen. Wichtig ist mir hierbei, mir hinterher anzugucken ob der "Jeeper" richtig und wichtig war und ob es nicht eine bessere Alternative dazu gibt.