Ich befasse mich seit ungefähr 10Jahren mit Ernährung und wie sie unser
Wohlbefinden beeinflusst. Lange war ich in TCM (traditionelle
chinesische Medizin) Behandlung mit Akupunktur, Kräutern und
Ernährungsberatung. Bei der Umsetzung der Ernähungshinweise meines
behandelnden Arztes war ich damals leider nicht so konsequent, wie
dieser sich das gewünscht hat. So hat die Behandlung zwar große
Erleichterung verschafft, aber in meinem Kopf hatte es noch nicht
„klick“ gemacht und ich bin immer wieder in alte Muster zurück gefallen.
Nach dem Umzug nach Münster habe ich mir hier noch keinen „Chinadoc“
gesucht.
Die Ernähungsempfehlungen bei Allergien, die ich in Köln von meinem
alten Arzt bekommen habe, decken sich auf weiten Strecken, mit denen von
Dr. Bruker.
Da die schulmedizinische Behandlungsweise meines Heuschnupfens wegen der
Nebenwirkungen sehr unbefriedigend für mich ist, habe ich mich im
Herbst dazu durchgerungen 2013 zu testen, ob ich nicht via Ernährung
mir Erleichterung verschaffen kann und dann auch während der
Heuschnupfenphase gut weiter trainieren kann.
Davon möchte ich hier berichten.
Meine Allergien:
Heuschnupfen: Spitzwegerich, Kornblumen, Roggen, weitere Gräser
Nahrungsmittel: Kürbis, Haselnüsse
Nahrungsunverträglichkeiten/-sensitivitäten: Milch, Lauch, Soja, Fertiggerichte
und sonst: Hausstaub, Katzenhaare, Hundehaare, Nickel, Kobald
bisherige schulmedizinische Behandlung:
kortisonhaltige Inhaliersprays, bronchienerweiterende Inhaliersprays,
kortisonhaltiges Nasenspray. Ferner habe ich die meisten Antihistaminika
auf dem Markt getestet, deren Nebenwirkungen für mich indiskutabel
sind. In schweren Jahren habe ich Kortisonspritzen bekommen.
Alternative Medizin:
TCM: Akupunktur, Kräuterdekote, Lebensführungshinweise, Ernährungsberatung.
Homoeopathie: konstitutionelle Kügelchentherapie (mache ich derzeit ebenfalls)
Das mache ich:
Seit 1. Februar ernähre ich mich weitgehend konsequent volllwertig und
vegan.
Angefangen habe ich mit der 30-Tage-Fit for vegan-Challenge nach Attila
Hildmann, seitdem lebe ich frei nach Rezepten überwiegend aus der
Bruker-Vollwert-Lehre und der Mittelmeerraum Küche.
Mir ist die Entscheidung und Umstellung nicht leicht gefallen. Ich hatte
durchaus etwas „Bammel“ vor meiner Entscheidung, da ich befürchtet
hatte, mir würden lauter leckere Gerichte fehlen. Ich war auch
skeptisch, ob ich bei unserem Trainingspensum weiter optimal mit
Nährstoffen versorgt wäre. Dementsprechend tüftel ich emsig an immer
neuen Rezepten herum, damit mir kein Genuss fehlt, bei optimaler
Ernährungslage auch bei intensiven Training. Bisher lässt sich das alles
sehr gut an! Und das sind immerhin schon 4 Monate.
Meine Hauptnahrungsmittel sind:
unglaubliche Mengen Gemüse, Hülsenfrüchte, Getreide, Nüsse, hochwertige Öle, viel frische Kräuter.
Die bisherigen Effekte:
Trotz starkem Pollenflug: KEIN HEUSCHNUPFEN! Ich merke ein leichtes
Jucken in Nase und Augen, manchmal muss ich Husten. Bisher nehme ich
keine Medikamente!
Ich bin wacher und aktiver.
Ich habe keine verschleimten Atemwege mehr.
Ich habe 5kg abgenommen.
Ich habe weniger Hornhaut an den Füßen und überhaupt eine bessere Haut.
Ich komme morgens besser aus dem Bett.
Die ersten 3 Wochen waren hart. Jetzt wo sich die positiven Effekte
einstellen, erscheint es mir als das natürlichste von der Welt mich
weiter so zu ernähren. Und ich habe viele, viele tolle neue Rezepte
kennen gelernt, die mich deftige Fleischküche und Rezepte mit
Milchprodukten nicht vermissen lassen.
Jetzt war das Wetter bisher sehr nass und der Sommer noch lang, ich werde berichten, wie es mir weiter geht.
Am Herzen liegt mir: Ich habe nichts mit Dogmatismus am Hut! Wenn ich
einen "Jeeper" auf etwas habe, dann esse ich es auch. Dann scheint der
Körper sich aus, was für Gründen auch immer, das zu wünschen. Wichtig
ist mir hierbei, mir hinterher anzugucken ob der "Jeeper" richtig und
wichtig war und ob es nicht eine bessere Alternative dazu gibt.